Vorträge
Liste aller Vorträge des Kongresses
Frauen und Verantwortung im spirituellen Leben
von Dharmacarini Anagarika Kulanandi, Vortrag Köln, 2000
"Es geht sowohl um individuelle Kraft als auch um kollektive Kraft als Frauen. Wir müssen uns unsere Tendenzen bewusster werden, wie oft wir uns meist nur kleine, intime, harmonische Situationen aussuchen, in denen wir uns nur sicher und wohl fühlen wollen. Wir brauchen Vision, Begeisterung, Lebensfreude, Antrieb, Ehrgeiz, Humor und Flexibilität: die Fähigkeit Kritik zu nehmen, allein stehen zu können, unbeliebt zu sein. (...)
Verantwortung entsteht aus unserer Wahrnehmung, was wesentlich ist."
Politisch handeln im Jetzt
von Lucia Schuhegger und Petra Wlecklik, Vortrag Köln, 2000
"Eine heilsame Politik aus unserer Sicht entsteht aus Mitgefühl, Klarsicht, Achtsamkeit und Liebe. Die Praxis einer solchen Politik, ist es, sich darin zu üben diese Verbundenheit von Augenblick zu Augenblick zu empfinden und ihr im Alltag Ausdruck zu verleihen. Unsere Präsenz im Hier und Jetzt wird so zum Ausgangspunkt im politischen Handeln und bei der Entwicklung neuer gesellschaftlicher und persönlicher Gedanken."
Selbst, Andere, Beziehungen und das Mandala-Prinzip
von Shenpen Hookham, Vortrag in Köln, 2000
Selbst, Andere, Beziehungen und Mandalas sind letztendlich wirklich, aber nicht in der Art und Weise, wie wir sie für wirklich halten. "Die Realität sehen" besteht darin, unser Greifen loszulassen und die letztendliche Wirklichkeit zu sehen, die die ganze Zeit über bestanden hat, die wir aber falsch wahrgenommen haben.
Wege aus der Emanzipation in die weibliche Freiheit
von Vajramala, Vortrag in Köln, 2000
Z.B. Niederwerfungen: "Aus dem Handeln der Welt führen wir unseren Geist zu seinem Ursprung zurück. Wir leisten uns den 'Luxus', ganz bei uns selbst zu sein. So stehend berühren wir dann mit den zusammengelegten Händen jene drei Zentren, die für die Ganzheit unseres Menschseins stehen: den Scheitel für die Dimension des Körpers, die Kehle für die Dimension der Sprache oder Energie und das Herz für die Dimension des Geistes."
Das Spiel der Kräfte auf dem Weg der Befreiung
von Dagmar Doko Waskönig, Vortrag in Köln, 2000
Hier im Westen, wo wir bis zu einem gewissen Grade mit den Lehren verschiedener Schulen konfrontiert werden, ist vielen Übenden inzwischen klar geworden, dass jede Tradition, nicht allein der Zen, viel Kostbares, aber auch einige Defizite aufzuweisen hat. Lernen wir einander vorurteilsfrei kennen, ist es eher möglich, geschichtlich bedingte Verwerfungen von Lehre und Übung behutsam auszugleichen, wenn man dies denn möchte.
In Würde Leben und Sterben
von Joan Halifax, Vortrag in Köln, 2000
"Seine Heiligkeit der Dalai Lama sagte einmal, seine Religion sei dazu da, ohne Angst zu leben und zu sterben. Angstlosigkeit ist exakt der Punkt eines guten Lebens und eines guten Sterbens. In der Verwirklichung der Angstlosigkeit überschreiten wir Tod und Geburt."
Mythos Tod - Die Geschichte von Hades und Persephone
von Lisa Freund, Vortrag in Köln, 2000
"Wurde der Tod zunächst begriffen als Zerstörer aller Existenz, Vernichter allen Lebens (Plutos Rolle), so wandelte sich das Verständnis hin zum Begreifen, dass er ein Übergang ist (Persephones Beispiel). Das Leiden im Leben und im Tod wird überwunden, durch die Verschmelzung mit der Natur des Geistes."
Wir werden nicht besser, wir werden freier!
von Sylvia Kolk, Vortrag in Köln, 2000
"Wenn wir einen spirituellen Weg gehen und die Ziele dieses Weges idealistische Vorstellungen in uns erwecken, dann besteht die Gefahr, dass sich die Ideale ver-selbständigen. D.h. wir verdrängen, verleugnen, unterdrücken all das, was nicht den Idealen entspricht. Wir sind in der Falle. Die Wahrheit ist, dass wir all das integrieren müssen, was wir am Liebsten ausgrenzen, abwerten oder abspalten. Zu praktizieren bedeutet, ehrlich mit sich zu sein."
Krieg und Frieden - innen und außen
von Sylvia Wetzel, Vortrag in Köln, 2000
"Wie funktionieren Abwehr, Abneigung, Hass? Und in letzter Konsequenz dann auch Krieg? Wie funktionieren Liebe, Verbundenheit, Einfühlungsvermögen, Zuwendung, Zuneigung? Wie funktioniert das, was wir brauchen, um Frieden mit uns und mit anderen zu halten?"
Buddhistische Praxis: Selbstaufgabe oder Selbstachtung?
von Ursula Flückiger, Vortrag in Köln, 2000
"Spirituelle Praxis ist die größte Selbstachtung, die wir uns entgegenbringen können. Sie wird jedoch oft mit Selbstlosigkeit oder Selbstaufgabe in Verbindung gebracht, selten jedoch mit Selbstachtung und Selbstvertrauen."
Das Krokodil auf dem Meditationskissen
von Christel Koper, Vortrag in Köln, 2000
"Frauen sind gefährdet - statt zu der im Buddhismus angestrebten Integration von destruktiv-aggressiven Gefühlen zu kommen - bei einer erneuten Verdrängung dieser Gefühle stehenzubleiben."
Kein Mond mehr im Wasser!
von Linda Myoki Lehrhaupt, Vortrag in Köln, 2000
"Chiyono hat versucht, all das zu sein, was ihrer Ansicht nach eine Zen-Nonne sein sollte. Aber sie ist nicht alles, was sie ist. Sie zensiert jene Teile in sich, die nicht mit ihrem Selbstbildnis übereinstimmen. Sie ist eine Gefangene eben dieses Bildes von sich selber. Wie der Mond im Wasser, ist sie nur eine Spiegelung ihres wahren Selbst."
Aufbruch zu den Wurzeln
von Astrid Schillings, Vortrag in Köln, 2000
"Es gibt nichts Spektakuläres - nur die Schwierigkeit zu erforschen, diesem Widerstand auf die Spur kommen, dem Widerstand, einfach da zu sein."
Die symbolische Mutter
von Chiara Zamboni, Vortrag in Köln, 2000
"Ich denke, dass die Beziehung zwischen Meisterin und Schülerin wie eine Brücke zu einer Veränderung der Gesellschaft ist. Sie zeigt, wie wichtig die Autorität zwischen Frauen ist. Das ist eine Chance für die ganze Gesellschaft."
Frauen trauen: Mütter, Töchter, Frauen
von Agnes dudler, Vortrag in Köln, 2000
"Ein Gefühl des Mangels an liebevoller Zuwendung zu unseren Müttern oder Töchtern und damit auch uns selbst bietet frauenfeindlichem Verhalten einen guten Nährboden, entzweit uns vom eigenen Geschlecht und mit uns selbst. Erst wenn wir uns als starkes, schönes, würdiges und wertvolles Ganzes fühlen, leben wir aus unseren inneren Quellen."
Geburt, Heirat, Tod
von Ursula Lyon, Vortrag in Köln, 2000
"Es stellt sich die Frage, ob wir überhaupt spirituelle Feiern brauchen und wofür? Sind Rituale und Symbole in unserer modernen Zeit nicht überholt?"
Innere Revolution: Frauen im Retreat
von Lama Dorje Drölma und Yeshe Sangmo, Vortrag in Köln, 2000
"Wir werden die Retreatsituation des traditionellen Drei-Jahres-Retreats, an denen wir unter der Leitung von Lama Gendün Rinpoche teilgenommen haben, darstellen. Die speziellen Bedingungen des Retreats ermöglichen eine innere Revolution ...".
Mütter, Kinder, Alltag - der schnelle Weg zum Erwachen
von Sabine Hayoz-Kalff, Vortrag in Köln, 2000
"Buddhas Mutter starb sieben Tage nach seiner Geburt, er verließ Frau und Kind, nannte Kinder Fesseln auf dem geistigen Weg und seine Ziehmutter musste mehrmals darum betteln, in seinen Orden aufgenommen zu werden."